Für unsere Eltern

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Heute mit mehr als 40 Lebensjahren wurde mir zum ersten Mal im Leben so richtig bewusst, welches Privileg es war bei „365 Tage im Jahr & 7 Tage pro Woche & 24 h am Tag“ –  Eltern aufwachsen zu dürfen. Dieser Blogbeitrag kann auch als Dank an diese „365/7/24“-Eltern betrachtet werden. Heute wurde mir bewusst, welch ein Glück wir vier damit hatten. Klar ich kenne auch heute noch einige dieser „365/7/24“-Exemplare und manche sind sogar alleinstehend.

Bei einem Blick in mein menschliches Umfeld muss ich leider beobachten, dass diese „365/7/24-Eltern“ heutzutage eine echte Rarität geworden sind. Meine Eltern waren mehr als zwanzig Jahre lang 24 h und das ganzjährig für mich und meine drei Geschwister da. Hinzu kamen noch Großeltern und Urgroßeltern, welche ebenfalls auf uns vier ein ständiges Auge hatten. Meine Eltern wären nie auf die Idee gekommen ihre eigenen Bedürfnisse an erster Stelle zu stellen und das haben sie sich von 23 Jahre lang verkniffen. Dies sind die Jahre ab denen der erste von uns geboren wurde bis zu dem Jahr wo der letzte von uns 18 Jahre alt wurde. In diesen Jahren standen unsere physischen und psychischen Bedürfnisse stets an erster Stelle für unsere Eltern/Großeltern und Urgroßeltern. Was dies tatsächlich bedeutet das ist mir heute bewusst geworden.

Man sah uns an den Nasenspitzen an, wenn wir Hunger, Durst oder auch nur das Bedürfnis nach einem Gespräch hatten. Es war eine Selbstverständlichkeit dass wir morgens unser Frühstück, unser Pausenbrot, mittags eine warme Mahlzeit und unser Abendbrot bekamen – all dies geschah unaufgefordert.

Ein mancher Leser wird jetzt meinen, dass ich Selbstverständlichkeiten aufzähle. Nein ich musste leider feststellen, dass dies keine Selbstverständlichkeiten mehr sind und ich könnte platzen vor Mitleid mit diesen Kindern und Zorn den Eltern gegenüber die zu Gunsten ihrer eigenen Bedürfnisse sogar ihre Kinder wegschicken und behaupten, dass die Kinder das verstehen und an letzterem sogar noch glauben. Ich könnte platzen vor Zorn, dass diese Eltern keine Ahnung davon haben, wie sich ihre Kinder fühlen oder was sie denken. Beim näheren Betrachten und beim darüber Nachdenken dann ersetzt sich dieser Zorn auf die unfähigen Eltern durch Mitgefühl wenn nicht gar Mitleid. Sie drehen sich um die eigene Achse und wissen es einfach nicht besser, weil sie wohl ebenfalls aus einer unvollkommenen Familie ohne 365/7/24-Eltern stammen und diesen Eltern die Schere zwischen dem Wollen und dem Vollbringen im Wege steht.

Eigentlich war dieser Blogbeitrag in dieser Form gar nicht geplant, dann dachte ich darüber nach dass ich diesen aus rein „weltlicher“ Sicht schreibe und am Ende bekomme ich doch wieder den Bogen zum Gesamtbild.

Ich bin unendlich dankbar, dass mein himmlischer Vater mich derart privilegiert hat aufwachsen lassen. Ich bin ihm dankbar, dass ich durch meine Familie kennenlernen durfte was echte Liebe und gegenseitiges sich tragen und ein gegenseitiges für sich einstehen bedeuten.

Ich bin meinem himmlischen Vater dankbar, dass er ein 365 Tage/7 Tage die Woche und 24h am Tag-Vater ist. Ich durfte erleben und fühlen, dass es niemals einen falsch gewählten Moment gibt wenn ich ihn rufe. Er weiß sogar schon dass ich ihn brauche schon bevor ich überhaupt den Gedanken daran denke und seine Hand ist bereits in Reichweite, wenn ich den Gedanken zu Ende gedacht habe. Danke Vater für all dies und für noch viel mehr!

Wer diesen Vater noch nicht kennt, dem wünsche ich, dass er diesen bald kennenlernen darf und sich heute auf die Suche nach diesem Vater macht. Seid euch sicher, er hält sein Wort! Mag unsere irdische Familie noch so unperfekt sein und auch wenn man nicht an diese perfekte Vaterliebe glauben kann, weil man niemals einen perfekten Vater hat, es gibt ihn diesen Vater und der hält jedem schon seine Hand bereit….

„Er wird seine Herde weiden wie ein Hirte.

Er wird die Lämmer in seinen Arm sammeln

und im Bausch seines Gewandes tragen

und die Mutterschafe führen.“

Jesaja 40:11

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