Die ewige Konstante….

….. oder warum es uns schwer fällt an einen liebenden Gott zu glauben

Himmelsbogen - Konstante

 

Die heutige Tagesandacht von Joyce Meyer hat etwas in mir zum Klingen gebracht und sie hat den ganzen Tag in mir nachgehallt. Die Feststellung, dass Gott ewig Derselbe bleiben wird ist mir nicht neu…und dennoch hatte die Message heute etwas Besonderes für mich.

Joyce Meyer hat nur verdeutlicht wie es wohl uns allen geht….heute sind wir uns sicher dass Gott gut ist und morgen wenn wieder etwas quer läuft sind wir plötzlich unsicher ob er überhaupt existiert. Somit durchleben wir ein ständiges Wechselbad der Gefühle. An Gottes Wesen allerdings ändert dieses Wechselbad nichts – er ist und bleibt die ewige Konstante.

Ich habe heute den ganzen Tag drüber nachgedacht, woran es liegt, dass es uns so schwer fällt an einen guten und liebenden Gott zu glauben – an einen Gott, dem unser Wohlbefinden am Herzen liegt und der jeden Tag seine Hand für uns hinhält und die Wege glättet und ebnet. Warum fällt es uns so schwer zu glauben, dass seine Liebe bedingungslos ist und wieso können wir uns gedanklich nicht darauf einlassen?

Die Antwort liegt wohl darin, dass wohl die meisten Menschen in ihrem Leben wohl niemals eine echte positive Konstante kennenlernen durften. Ich behaupte sogar, dass es für die allerwenigsten von uns eine positive Konstante im Leben gibt.

Der Querschnitt durch die heutige Gesellschaft zeigt, dass Kinder von frühster Kindheit an lernen, dass sie etwas tun müssen um angenommen und geliebt zu werden. Sind sie brav, dann werden sie belohnt – sind sie nicht brav, dann bleibt die Belohnung aus oder es folgt im schlimmsten Fall eine Strafe. Es gibt Fälle, in denen Kinder mit Liebesentzug dazu gebracht werden „lieb“ zu sein. Aussagen wie „dann hab ich dich nicht mehr lieb“ sind heutzutage nicht selten. Es werden seitens der Eltern Zusagen gemacht und wieder zurückgezogen, weil A) etwas anderes „wichtigeres“ dazwischen gekommen ist oder B) das Kind nicht brav war. Mit Blick auf die genannten Dinge bleibt das Fazit, dass man sich Liebe „verdienen muss“.

Gottes Liebe jedoch kann man sich nicht verdienen. Diese Liebe ist Geschenk, ein unverdientes Geschenk und bedingungslos. Wie kann ein Mensch dies verstehen, der in seinem Leben niemals unverdiente und bedingungslose (menschliche) Liebe kennenlernen durfte?! Das Resultat des o.g. Verhaltens ist ein verdrehtes menschliches Vaterbild. Die Formel Gott = Vater wird dann auf dieses Vaterbild herunter reduziert und bedingungslose Liebe wird sehr unwahrscheinlich wenn nicht sogar unglaublich.

Gott hat durch die gesamte Bibel hindurch seine Liebe wieder und wieder unter Beweis gestellt und obwohl wir die diese Begebenheiten der Bibel mehr oder minder kennen, zweifeln immer noch daran, dass Gott gut ist. Sicher gibt es auch Punkte in der Bibel – vor allem im Alten Testament – wo Mensch einwerfen könnte, dass dies und jenes äußerst grausam war und dies wiederum ein Bild von einem auch grausamen Gott zeichnet. Ehrlich – ich habe keine Antwort darauf. Ich kann nur aus eigener Erfahrung sprechen. Ich persönlich habe noch niemals einen grausamen Gott kennengelernt. Rückblickend erkenne ich in meinem Leben so viele Segnungen, Geschenke und liebevolle Handlungen.

Um bei der Bibel zu bleiben: er hat das Volk Israel durch die Wüste begleitet und wie wir alle wissen, hat es ihm das Volk Israel wahrlich nicht leicht gemacht…. er hat versprochen es zu versorgen und er hat sie all die Wüstenjahre versorgt. Es gibt so viele Beispiele wo die Israeliten seine Anweisungen nicht befolgt, gemurrt, sich von Gott abgewandt und sogar fremde Götter angebetet haben. Dennoch hat er ihnen niemals die Liebe und Versorgung entzogen, er hat sie niemals hungrig ins Zelt gehen lassen und das Manna ausfallen lassen weil sie untreu wurden. Gott hat sich seitdem nicht geändert, auch hat er seine Meinung nicht geändert und er handelt auch heute nach den gleichen ewigen Maßstäben wie damals.

Diese Andacht von Joyce Meyer hat mir wieder aufgezeigt wie wichtig es ist, seinen Fokus jeden Tag wieder von neuem auf Gottes Unveränderlichkeit auszurichten. Auch ich ertappe mich jeden Tag neu in meinen Zweifeln und dem oben genannten Wechselbad der Gefühle. Im Moment befinde ich mich inmitten eines Lebensprojektes. Ich weiß, dass ich ohne Gottes Zutun einfach aufgeschmissen wäre, weil ich es definitiv mit eigenen Händen niemals schaffen könnte. Es ist zuviel und zu hoch für mich…. und in dieser Phase treffen mich diese Zweifel doppelt hart. Sie bremsen mich aus und machen mich verzagt.

Diese Tagesandacht ist für mich ein echtes Geschenk, weil sie mir den Ausweg aus diesen Zweifeln und der Verzagtheit gezeigt hat. Dieses Geschenk möchte ich heute mit euch teilen. Ich bin sehr dankbar, dass Gott kein Mensch und er tatsächlich eine Konstante ist – die wohl einzigste und wahre Konstante in dieser Welt.

Heute bin ich wieder sehr dankbar, dass Gott anders ist! Danke Vater, dass du uns nicht mit menschlichen Augen siehst und misst – danke, dass deine Augen und Maßstäbe anders sind als die die wir in unserem Leben hier kennenlernen. Amen!

***

Der Herr ist es, der selbst vor dir hergeht, er wird mit dir sein und wird dich nicht aufgeben noch dich verlassen; fürchte dich nicht und erschrick nicht!
5. Mose 31:8

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2 Antworten zu “Die ewige Konstante….

  1. Pingback: Die ewige Konstante…. | Christliche Blogger Community·

  2. „Meine Welt ist nicht von dieser Welt!“ Das wäre mal nur eine passende Aus- und Zusage zu Seinem Wesen. Ja, zum Glück ist unser König und Meister so souverän, so konstant. Auch wenn wir grundsätzlich nur wenig geringer als ER erschaffen wurden, haben wir, wie schon die Jünger, unsere Schwiergkeiten den Glauben, Seine Botschaft richtig zu verstehen und somit auch zu leben. Da ist es schon ein wahrer Trost, wenn uns diese Geistesgabe geschenkt wurde, dass wir IHN und Sein Werk für uns annehmen können, ohne das alle unsere Bemühungen völlig umsonst wären. Da sind wir schon auf einem sehr guten Weg, wenn wir uns Seine dauerhafte Treue und Liebe tagtäglich schenken lassen und versuchen, IHM ebenso die Treue halten, so gut es eben geht.

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