Kurskorrektur

Himmelsbogen - Bibelkompass

 

Diese Woche ist mir ein Fehler passiert. Normalerweise mache ich kein Geschrei um meine Fehler und versuche diese ganz schnell zu korrigieren und im nächsten Schritt zu vergessen.

Es war ein kleiner Akt, geboren aus Unsicherheit, Angst, ein wenig Misstrauen und eine Prise Neugier. Ich wolle es genau wissen. Geschadet habe ich keinem damit und keiner wurde durch mein Handeln verletzt. Aber mit mir ist etwas passiert. In den letzten Wochen habe ich den Segen gehabt und habe Gottes Segen und seine Nähe immer gespürt. Es ist ein tolles Gefühl.

Mein Handeln jedoch hat es geschafft, mir irgendwie den Wind aus den Segeln zu nehmen, plötzlich fühlte ich den Segen nicht mehr und in Angelegenheiten wo ich ihn vorher spürte – war da plötzlich nichts mehr. Es war wie Flaute auf hoher See. Zudem fühlte sich mein Tun in mir falsch an – mein schlechtes Gewissen pochte an meiner Herzenstür. Genau genommen wusste ich vom Anfang an um die Unkorrektheit der kompletten Angelegenheit – aber o.g. Gründe in mir waren stärker.

Klar ich bin ein Mensch und klar auch als Christ bin ich vor Fehlern nicht geschützt, vor dummen Fehlern auch nicht. Jedoch über die letzten Tage fühlte ich mich immer mehr von Gott getrennt. Es war nicht so, dass er mich links liegen gelassen hätte – nein er hat mich dennoch seine Nähe spüren lassen. Ich jedoch – ich habe in mir die Entfernung zu Gott gespürt, es war wie ein Schatten der auf mir lag.

Ich weiß, Gott hat mich in diesen Tagen nie von der Hand gelassen, er hat mich laufen lassen. Er hat mich gewähren lassen, bis mir auffiel dass mir etwas Wichtiges fehlte.  Zudem ist mir in diesen Tagen noch etwas anderes aufgefallen: plötzlich verhielten sich meine Gegenüber komplett ungewohnt. Dieses ungewohnte Verhalten konnte ich nicht einplanen und das führte dann auch dazu, dass von mir geplante offene Türen sich als verschlossen erwiesen. Plötzlich befand ich mich in der Sackgasse. In dieser Zeit hat Gott mit mir auch durch das Verhalten meiner Gegenüber gesprochen.

Mein Fazit lautet: egal wie schlau wir es anstellen und egal für wie schlau wir uns selbst halten, an Gott kommt keiner vorbei.

Ein kleiner Schritt nur war notwendig um diesen Fehler und somit auch meinen Kurs zu korrigieren, tagelang hab ich diesen vor mir hergeschoben. Heute habe ich dann den Cut gemacht, bin aus meinem Handeln ausgestiegen und bin zurück zu Gott gekrochen. Ich schäme mich, dass ich so blöd war und naja im Nachhinein sehe ich, dass mein Misstrauen, meine Angst und Unsicherheit im Grunde genommen komplett unnötig waren. Ich bin – die Angelegenheit betreffend –  genauso schlau wie vorneweg, die Antworten von „davor“ sind auch die Antworten von „danach“. Es gibt keine Neuigkeiten… ich hatte bereits vorher alle Antworten, welche ich brauchte und im Grunde war mein Handeln unnötig.

Manchmal legt mir Gott über den Tag Songs ins Herz. Heute morgen – vor der Kurskorrektur – waren es „Lege deine Sorgen nieder“ und „Ich bin bei dir – Psalm 23“. Sie haben mich heute tagsüber begleitet …. und jetzt wo ich wieder auf Kurs bin, fühle ich mich befreit und irgendwie spüre ich auch wieder Wind in meinem Segeln…die Flaute ist vorbei.

Die ganze Situation macht mich auch dankbar, dankbar darüber, dass selbst wenn mir Fehler unterlaufen bzw. ich Fehler wider besseren Wissens mache mir Gott nicht von der Seite weicht. Er bleibt da – er lässt mich machen und doch hält er seine Hand hin. Die Hand ist da wenn ich falle und die Hand ist da um mir aufzuhelfen.

Wie bereits gesagt, mein o.g. Handeln war unnötig und dennoch hat mich Gott diese Woche einiges gelehrt. Ich fühle mich leer, wenn ich mich zu weit von ihm weg bewege und es ist mein freier Wille dies zu erkennen und mich wieder auf ihn zuzubewegen. Ich bin Gott für diese Wochenlektion sehr dankbar.

Lasst uns nie vergessen: wir haben einen großen Gott!

***

Danke Vater, dass du anders bist und nicht mit menschlichen Maßen misst!

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4 Antworten zu “Kurskorrektur

  1. Pingback: Kurskorrektur | Christliche Blogger Community·

  2. „Mit Gott fang an, mit Gott hör auf. Das ist der beste Lebenslauf“ Liebe Antjuschka, wenn ER schon über unsere Dümmlichkeiten lächelt, dann dürfen und sollten wir es auch. Solche Erlebnisse mit IHM und sich selbst gehören zu unserem Reifeprozess… zwinker.. take it easy….

  3. Kann Dir das so gut nachfühlen – und diese Dankbarkeit gegenüber Gottes Geduld kenen ich nur zu gut 🙂 Er ist nie überfordert mit unserem Handeln, und er verlässt uns nicht. Toll, dass Du es geschafft hast, den Schwenker zu machen! Und wie Du oben geantwortet hast – reifen ist nicht immer einfach. Nicht umsonst gibt es den Ausdruck Wachstumsschmerzen…:-)

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